Welpen sozialisieren

Welpen sozialisieren: 6 Tipps für zuhause

Welpen sozialisieren: 6 Tipps für zuhause

Welpen müssen in den ersten Lebenswochen viele neue Situationen erfahren und viel Neues lernen, um sich an unseren Lebensstil anzupassen. Einiges davon sollten sie direkt nach ihrem Einzug bei euch anfangen zu lernen, um sicherzustellen, dass sie diese Dinge gut beherrschen, wenn sie „volljährig“ sind. Das gilt für Grundkommandos, Stubenreinheit oder das Gehen an der Leine.

Wir wissen, dass es unter den aktuellen Gegebenheiten nicht ganz leicht ist, Welpen zu sozialisieren, da viele Alltagssituationen anders sind. Aber auch wenn die Sozialisation etwas schwieriger ist als sonst, ist es trotzdem möglich, euren Welpen gut zu sozialisieren und auf die Außenwelt vorzubereiten, während ihr eher drinnen bleibt! Wir haben dafür einige Tipps für euch zusammengefasst.

1. Respektiere die Schlafbedürfnisse deines Welpen

Zunächst einmal solltet ihr euch bewusst machen, dass euer neues Familienmitglied – ähnlich wie ein Baby - die meiste Zeit schlafen wird: 15 bis 20 Stunden am Tag. Auch wenn es verlockend ist, wenn du bzw. die Familie den ganzen Tag zu Hause ist, sollte das Bedürfnis auf jeden Fall respektiert und der kleine Vierbeiner nicht beim Schlafen gestört werden.

2. Spielzeug für den Extraspaß

Organisiert eurem Welpen kleine, an die Größe angepasste Spielzeuge, auf denen er kauen kann. Diese können auch gut für erste Apportierübungen verwendet werden. Dies könnt ihr unterstützen, indem ihr jedes Mal, wenn euer Nachwuchs das Spielzeug zurückbringt, absolut vor Freude übersprudelt und ihn extra belohnt! Mit anderen Worten: Lasst Leckereien und Streicheleinheiten regnen (von ersterem aber bitte nicht zu viel).

3. Kurze, aber wichtige Spaziergänge

Die Spaziergänge sollten kurz sein, aber oft genug stattfinden, damit euer Welpe seine Geschäfte im Freien erledigen kann. Die beste Zeit für Spaziergänge ist nach dem Essen, morgens nach dem Aufwachen und noch mal vor dem Schlafengehen. Überschwängliches Belohnen ist auch hier von Vorteil.

Bei kleinen Unfällen in der Wohnung, die trotzdem passieren können, bitte nicht schimpfen. Reinigt alles gründlich und verwendet gegebenenfalls Trainingspads, damit der Vierbeiner lernt, sich an einer bestimmten Stelle zu lösen. Diese sollte an einem ruhigen Ort, idealerweise außerhalb des Schlafbereichs, ausgelegt werden und auch immer am gleichen Ort bleiben. Euer Welpe wird mit der Zeit lernen, an diesen einen Ort zu gehen, wenn er mal muss. Mit der Zeit könnt ihr dann im Training das Lösen vom Trainingspad nach draußen verlegen.

Mehr Tipps in unserem Blogartikel Welpen stubenrein bekommen - so geht's.

4. Laufen an der Leine

Jetzt ist der perfekte Zeitpunkt, um dem Welpen das Laufen an der Leine beizubringen. Am besten bindet ihr das in kurze Spaziergänge mit ein. Wenn ihr das Glück habt, einen Garten zu besitzen, könnt ihr eurem Welpen das Leinenlaufen auch dort beibringen. Zusätzlich kann auch im Haus eine Trainingseinheit eingebaut werden.

Mehr Tipps in unserem Blogartikel Hund zieht an der Leine.

Ziel ist es, eurem kleinen Hundefreund beizubringen, ruhig an eurer Seite zu gehen. Außerdem wäre das auch ein guter Zeitpunkt, um zu lernen, wie man mit Leckerlis auf Kommando „Sitz“ macht.

5. Den Welpen an Alltagsgeräusche gewöhnen

Wenn man hauptsächlich drinnen feststeckt, ist es nicht ganz so leicht, seinen Welpen zu sozialisieren und neuen Geräuschen auszusetzen. Gewöhnt ihn zunächst an die Geräusche in eurem Haushalt: Staubsauger, Föhn, Waschmaschine usw. Für die Außengeräusche (Verkehr, Sirenen usw.) könnt ihr für den Anfang, so lange es draußen so viel ruhiger ist, spezielle Playlists für Welpen verwenden. Wiederholung ist auch hier der Schlüssel: Spielt die Geräusche täglich ab, wobei ihr die Lautstärke mit der Zeit allmählich erhöht.

6.  Den Welpen ans Auto gewöhnen

Auch wenn man gerade nicht so viel fährt, könnt ihr die Gelegenheit nutzen, um den Welpen an das Auto zu gewöhnen, denn dies erfordert bei manchen Welpen sowieso einiges an Zeit:

Lasst euren Welpen anfangs um das Auto (mit ausgeschaltetem Motor) herumgehen. Lasst ihn schnuppern und den fahrbaren Untersetz erkunden und belohnt ihn, wenn er ruhig bleibt. Wenn er etwas Vertrauen gefasst hat, darf im nächsten Schritt der Innenraum erkundet werden - und zwar ebenfalls bei ausgeschaltetem Motor. Auch hier sollte ausgiebig belohnt werden. Wartet mit dem Einschalten des Motors bis der kleine Vierbeiner einigermaßen selbstsicher auf das Auto reagiert. Auch wenn ihr vielleicht gerade nicht allzu weit oder überhaupt nicht fahren könnt, ist das eine super Grundlage für später und für gemeinsame Ausflüge mit der Familie!

Der Schlüssel zum Erfolg ist es, sich Zeit zu nehmen. Geduld und eine positive Einstellung sind unerlässlich, um euren Welpen zu sozialisieren und erfolgreich zu trainieren!

Natürlich möchten wir eure Erfolge sehen! Teilt eure Erfolge doch mit uns unter dem Hashtag #adaptilathome

Bleibt gesund!

Dein ADAPTIL Team

#adaptilathome

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