Hunde beschäftigen

Hunde beschäftigen: So bleibt der Vierbeiner aktiv und ausgelastet

Hunde beschäftigen: So bleibt der Vierbeiner aktiv und ausgelastet

In der aktuellen Situation ändern sich nicht nur bei uns viele Abläufe, sondern auch bei unseren Vierbeinern. Durch Ausgangsbeschränkungen und vorübergehende Schließungen haben Hunde oft nicht mehr wie sonst regelmäßige Trainingseinheiten und Beschäftigungen, weil Termine in Hundeschulen, bei Spielstunden oder im Hundekindergarten ausfallen.

Natürlich ist es immer noch möglich, unsere Hunde zu beschäftigen und auszulasten. Allerdings müssen wir unter Umständen etwas kreativer werden und uns neue Wege überlegen, wie wir unsere Hunde am besten beschäftigen.

 

Als kleine Unterstützung hat das ADAPTIL-Team eine Liste von Aktivitäten erstellt, die euch als Ideenstütze dienen kann, um eure Hunde auch jetzt zu beschäftigen und fit und ausgelastet zu halten:

Intelligenzspielzeug, Activity Feeding und Spielzeug

In den letzten Jahren wurden sehr viele Spielzeuge entwickelt, die den Hund auch ohne großes Zutun von euch beschäftigen und bei Laune halten. Snackbälle, Leckmatten und Schnuffelteppiche sind nur einige Beispiele dafür, was es alles gibt, um die Vierbeiner in Ruhe zu bespaßen. Ganz nebenbei ist alles, was euren Hund zum Lecken anregt, beruhigend für ihn.

Hund beschäftigen durch Trick-Training und Erziehungsübungen

Neue Tricks zu lernen macht nicht nur den meisten Hunden sehr viel Spaß, sondern stimuliert sie auch geistig. Noch dazu fördert es die Bindung zwischen Besitzer und Hund, da ihr mehr Zeit miteinander verbringt und voneinander lernt.

Neben dem Spaßfaktor kann man ganz nebenbei so auch ein wenig an der Erziehung arbeiten. Und natürlich ist es von Vorteil, mit den Tricks in einer reizarmen Umgebung zu beginnen, weshalb sich diese Beschäftigung aktuell besonders anbietet.

Hier kommen ein paar Ideen für neue Tricks:

  • Rolle machen
  • Im Kreis drehen
  • Schäm dich
  • Pfötchen geben
  • High Five
  • Sitz machen und an einer Stelle warten
  • Slalom durch die Beine
  • Leckerli balancieren
  • Kopf ablegen

Natürlich möchten wir eure Erfolge sehen! Teilt eure Erfolge doch mit uns unter dem Hashtag #adaptilathome

Hunde beschäftigen mit Futter-Spielen

Futterspiele sind eine super Möglichkeit euren Hund zu ermutigen, für sein Futter etwas aktiver zu sein - sowohl geistig als auch körperlich. Tauscht den Futternapf gegen ein Futterpuzzle-Spielzeug ein oder - falls ihr einen Garten habt und euer Hund Trockenfutter bekommt - verstreut das Futter im Garten.

Man kann auch mit Dingen arbeiten, die man zuhause hat und das Futter in leere Plastikflaschen oder Kartons mit kleinen Löchern füllen. Auch Handtücher oder oben genannte Schnüffelmatten bieten sich an. Um Kalorien zu sparen einfach eine der Mahlzeiten am Tag verwenden, um die Spielzeuge zu befüllen. So muss man sich auch um Übergewicht keine Sorgen machen. 

Hunde beschäftigen mit Kaumöglichkeiten

Kauen ist nicht nur eine gute Ablenkung, sondern kann Hunden helfen, ihre Ängste oder Aufregung zu verringern. Sie nutzen es neben dem Lecken als eine Art Ventil, um Stress zu reduzieren und sich zu beruhigen. Deshalb eignen sich Kaumöglichkeiten bzw. -spielzeuge gut, um Hunde zu beschäftigen und auszulasten.

Neben Trockenfleisch, Kauwurzeln und Geweihstücken, die es im Handel gibt, kann man vor allem jetzt, wenn es etwas wärmer wird auch einen Snackball (gefüllt mit Erdnussbutter, gefrorener Hühnerbrühe oder Joghurt) im Tiefkühlfach parat halten. Das entspannt nicht nur, sondern ist auch noch super lecker.

Hunde beschäftigen mit gemütlichen Spaziergängen

Neben auspowernden Gassirunden am Rad kann man auch ganz bewusst das Gegenteil ausprobieren: Ein langsamer Spaziergang mit vielen Pausen oder Stopps ermöglicht es eurem Hund, mal ganz in Ruhe die faszinierende, mit Gerüchen angereicherte Umgebung zu erkunden. Es gibt so viel zu erforschen, und dies könnt ihr noch fördern, indem ihr Lieblingsspielzeuge oder Leckerlis fallen lasst und Suchspiele einbaut. Auch kann man diese Zeit mit weniger Trubel gut nutzen, um die Erziehung zu vertiefen, wie z.B. an der lockeren Leine laufen, bei Fuß zu gehen, Rückrufe.

Nervöses Verhalten abbauen

Während der gemeinsamen Zeit zu Hause kann man auch gut daran arbeiten, bei den Vierbeinern einige Ängste und nervöses Verhalten abzubauen:

1) Gewöhnung oder Desensibilisierung:

Hierfür kann man auf dem Fernseher oder Computer Videos abspielen, die Geräusche beinhalten, die euer Hund nicht mag oder welche für ihn ungewohnt sind. Startet damit leise in einer ruhigen Umgebung und steigert bei Erfolg weiter die Lautstärke.

Ein super Anwendungsfall dafür ist die Angst vor Feuerwerk. Jetzt zu beginnen, bietet sich besonders an, da es bis Silvester noch lange hin ist und man mit sehr viel Ruhe der Angst entgegensteuern kann.

Beginnt mit kleinen Trainingseinheiten und belohnt euren Hund für ruhiges oder normales Verhalten, während die Geräusche laufen. Helft ihm außerdem, indem ihr ihm einen sicheren und bequemen Platz zum Entspannen bietet. Wichtig ist, dass ihr selbst ruhig bleibt und erhöht die Lautstärke nur dann, wenn euer Hund entspannt bleibt.

2) Sozialisation:

Auch an der Sozialisation lässt sich daheim arbeiten. Nutzt die Zeit und beginnt euren Hund an Dinge zu gewöhnen, die vielleicht beängstigend oder ihm unheimlich sind. Durchsucht eure Schränke nach Neuem oder Ungewöhnlichen, wie Hüte, Brillen oder Masken. Belohnt entspanntes Verhalten!

Wenn euer Hund Probleme mit Besuchern hat, beispielsweise sehr auf Klingeln reagiert und ihr zu mehreren daheim seid, könnt ihr die Zeit auch super nutzen an diesem Problem weiter zu arbeiten und immer kleine Trainingseinheiten in den Alltag einbauen. Um den Hund an Klopfen und Klingeln zu gewöhnen, geht eine Person vor die Tür und gibt sich aus Besucher aus. Belohne deinen Hund, wenn er sich ruhig verhält.

3) Alleinbleiben üben:

Dieser Punkt ist vor allem wichtig, falls bei euch gerade Homeoffice angesagt ist. Auch wenn es toll ist, den ganzen Tag zusammen zu verbringen, sollte man nicht den Zeitpunkt aus den Augen lassen, an dem sich das wieder ändert. Um dann Problemen durch Trennungsangst vorzubeugen, sollte man auch aktuell immer kleine Einheiten für das Alleinbleiben in den Alltag integrieren. Mehr Tipps im Blogartikel 24/7 zusammen: 5 Tipps, wie du vermeidest, dass dein Hund das Alleinbleiben verlernt

4) An Pflegeroutinen gewöhnen

Viele Hunde mögen es nicht sonderlich, wenn an ihren Füßen oder im Maul herumgefummelt wird. Nutzt doch die Zeit dafür, euren Hund dahingehend zu sensibilisieren und ihm zum Beispiel das Zähneputzen anzugewöhnen.

Falls du mit deinem Hund zu Hause bleibst, teile deine Erfahrungen mit uns auf Facebook unter dem Hashtag #adaptilathome

Bleibt gesund!

Dein ADAPTIL Team

#adaptilathome

 

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